Berufsorientierung

Ansprechpartner:

  • Marie Radtke, zu erreichen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Eva Kettenring
  • Bentje Woitschach

 

Die Berufsberatung am Heinrich-Böll-Gymnasium orientiert sich an folgenden Grundsätzen:

  • Die Förderung der individuellen Berufsorientierung verstehen wir als Aufgabe aller Fächer und als Aufgabe der Schule.
  • Die Förderung der interkulturellen Kompetenz begreifen wir vor dem Hintergrund der Anforderungen eines internationalen Arbeitsmarktes als ein notwendiges Element für die berufliche Qualifikation.
  • Die Berufsorientierung ist eine Aufgabe aller Fächer, insbesondere ergibt sich eine Anbindung an das Fach Politik-Wirtschaft in der Sekundarstufe I sowie an das Fach Deutsch.
  • Die Berufsorientierung ist eine Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft, in die sich alle Mitglieder, also Schülerinnen und Schüler sowie insbesondere  Lehrerinnen, Lehrer und Eltern aktiv einbringen.

 

Kooperationspartner:

Bei der Umsetzung dieser Prinzipien arbeiten wir mit mehreren Kooperationspartnern zusammen:

  • Kooperation mit der Stadt Troisdorf, mit lokalen Unternehmen, mit Fachhochschulen und Universitäten, mit der Bundesagentur für Arbeit und mit den europäischen Partnerschulen
  • Kooperation mit dem Bildungsbüro des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg
  • Kooperation mit benachbarten Schulen anderer Schulformen, insbesondere mit Berufskollegs
  • Lernpartnerschaft mit der Firma Henze im Rahmen des Projektes KURS
  • Kooperation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn
  • Kooperation mit der Barmer Versicherung (Assessment Center Training)
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern, zum Beispiel beim Shadowing Day der Jahrgangsstufe 8 oder der Berufsmesse „Berufe zu Besuch am HBG“

 

KAoA:  Basisinformationen zur Landesinitiative

Die Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" unterstützt die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen beim Übergang Schule-Beruf. Zentral ist dabei die frühzeitige Berufs- und Studienorientierung und Hilfe bei der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium.

Ziel ist es, jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch eine         effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Jugendliche und ihre Eltern werden dabei auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig unterstützt.

 

 

 

Das Berufsorientierungskonzept in der Sekundarstufe I und II

 

Mittelstufe

Jgst. 8:

Die Potenzialanalyse

Im Rahmen der Landesinitiative KAoA findet die Potenzialanalyse klassenweise  im 1. Halbjahr statt (Termine zwischen Herbst- und Weihnachtsferien) und ist ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, durch Selbst- und Fremdeinschätzung sowie durch handlungsorientierte Verfahren ihre Potenziale zu entdecken.  So können Jugendliche ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale auch unabhängig von geschlechterspezifischen Rollenerwartungen im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt entdecken.

Das Ergebnis der Potenzialanalyse wird individuell mit jedem Schüler/ jeder Schülerin im Beisein der Eltern ausgewertet und liefert ein breites Spektrum an Erkenntnissen, die für die weitere Berufs- und Studienorientierung genutzt werden können.

 

Der Shadowing Day: Ein Besuch am  Arbeitsplatz der Eltern

Anschließend an die Potenzialanalyse erhalten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 einen ersten Einblick in den beruflichen Alltag, indem sie ihre Mutter oder ihren Vater für einen Tag am Arbeitsplatz begleiten. Dieser Besuch findet zu Beginn des 2. Halbjahres statt und erfolgt unter bestimmten Kriterien und Beobachterperspektiven. Die Erfahrungen werden durch die Erstellung und Präsentation einer PowerPoint-Präsentation reflektiert, und können so für eine erste Orientierung bzgl. der eigenen Berufswahl genutzt werden. Dieser Tag wird im Unterricht des Faches Politik-Wirtschaft vor- und nachbereitet.

 

Berufsfelder erkunden:

Gegen Ende des Schuljahres gibt es für die Jugendlichen einen weiteren Impuls, realistische Vorstellungen über die Berufswelt und die eigenen Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln. Im Rahmen eines Berufsfelderkundungstages  erhalten sie weitere praxisnahe Einblicke in berufliche Arbeitsabläufe, welche dazu dienen, eine reflektierte, an den individuellen Fähigkeiten und Neigungen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Auswahl eines Betriebspraktikums zu treffen.

 

Jgst. 9:

Workshop „Rund um die Bewerbung“

Im 1. Halbjahr setzen sich die Schülerinnen und Schüler an zwei aufeinander folgenden Tagen intensiv mit der Anfertigung einer schriftlichen Bewerbung auseinander und simulieren im Anschluss in Kleingruppen ein Bewerbungsgespräch. Sie recherchieren zunächst über Berufe und Unternehmen in der Region und reflektieren über ihre Stärken und Interessen. Dabei sollen die Ergebnisse der Potenzialanalyse mit berücksichtigt werden. Im Anschluss fertigen sie eine schriftliche Bewerbung und einen Lebenslauf für einen Praktikumsplatz ihrer Wahl an und führen ein Vorstellungsgespräch im Rollenspiel durch. Die Bewerbung kann idealerweise in der EF zur Bewerbung um einen Praktikumsplatz verwendet werden.

 

Jgst. 5 - 9:

Girls’ Day/ Boys’ Day:


Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-   9 haben die Möglichkeit am    Girls’ Day oder Boys’ Day teilzunehmen, der jedes Jahr am 4. Donnerstag im April stattfindet. Es geht auch darum, auf freiwilliger Basis einen Beruf kennen zu lernen, der für das eigene Geschlecht vermeintlich untypisch ist. Eigeninitiative ist erwünscht und wird von der Schule unterstützt.

Weitere Informationen unter:

www.girls-day.de

www.boys-day.de

 

 

Beratung und Informationen über

  • Schullaufbahnen
  • Kurswahlmöglichkeiten
  • Auslandsaufenthalte etc.

sind jederzeit möglich, außerdem besteht auch in der Mittelstufe die Möglichkeit, mit         Herrn Kahmann von der Bundesagentur für Arbeit einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren (Liste hängt an der Tür von A002 im Verwaltungstrakt aus).

 

 

Oberstufe

Einführungsphase: Das zweiwöchige Betriebspraktikum

In den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein zweiwöchiges Betriebspraktikum, in dem sie die gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse der Mittelstufe nutzen und erste fundierte Erfahrungen an einem Arbeitsplatz gewinnen. Die Suche eines Praktikumsplatzes liegt in ihrer eigenen Verantwortung. Während des Praktikums werden die Schülerinnen und    Schüler von einem Fachlehrer betreut und nach Abschluss erfolgt die Reflexionsphase in der Erstellung eines Praktikumsberichts. Auch ein Praktikum im Ausland ist nach Rücksprache möglich.

 

Jgst. Q1 (Qualifikationsphase): Die konkrete Planung der eigenen beruflichen Zukunft

In der Qualifikationsphase gibt es für die Schülerinnen und Schüler viele Angebote und Möglichkeiten, ihre Ausbildungs- oder Studienwahl zu konkretisieren und zu planen:

 

Die Bundesagentur für Arbeit (Herr Kahmann):

Die Bundesagentur führt eine Informationsveranstaltung durch, in der den Schülerinnen und Schülern „Wege nach dem Abitur“ aufgezeigt werden. Weiterhin werden individuelle Beratungsgespräche angeboten, in denen Chancen und Möglichkeiten ausgelotet werden. Die Terminvereinbarung erfolgt durch Eintrag in die ausgehängte Liste im Verwaltungstrakt (Aushang an der Tür gegenüber vom Sekretariat).

 

Das Assessment-Center-Training:

Die Barmer Krankenversicherung  bietet für die Schülerinnen und Schüler ein Assessment-Center-Training an, das ihnen nützliche Einblicke in Prozesse von Personalentscheidungen gibt und sie auf mögliche Bewerbungssituationen vorbereitet.

 

Jgst. Q2:

Besuch der Berufsmesse Vocatium:

Interessierte Schülerinnen und Schüler haben zu Beginn des Schuljahres die Möglichkeit zur Teilnahme an der Berufsmesse Vocatium. Diese Messe findet im September in Bad Godesberg statt und gibt einen Überblick über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region.

 

Informationsveranstaltung „Finanzierungsmöglichkeiten des Studiums“

Auf freiwilliger Basis können sich die Schülerinnen und Schüler über Finanzierungsmöglichkeiten im Studium informieren. Durchgeführt wird die Veranstaltung von der Bundesagentur für Arbeit (Herr Kahmann).

 

 

 

Stufenübergreifende Elemente:

 

Die Berufsmesse „Berufe zu Besuch am HBG“

 

Diese Messe ist ein gemeinsames Projekt von Eltern und Lehrern, die alle zwei Jahre in den Räumlichkeiten der Schule stattfindet. Sie bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit Menschen aus verschiedenen Berufsbereichen ins Gespräch zu kommen und sich aus erster Hand über berufliche Wege und Möglichkeiten zu informieren.

 

 

Die Berufsorientierungsecke in der Lernothek

 

Informationsbroschüren und Flyer für Veranstaltungen im Rahmen der Berufsorientierung liegen in der Lernothek aus.

 

 

Nützliche Informationen findet man auch unter:

 

www.beruforientierung.nrw.de

 

www.berufsorientierung-bonn-rhein-sieg.de

 

www.planet-beruf.de

 

www.schulewirtschaft.de

 

www.arbeitsagentur.de

 

www.abi.de

 

Berufe zu Besuch am Heinrich-Böll-Gymnasium – diesmal digital

Am 20. März 2021 fand die Veranstaltung „Berufe zu Besuch am HBG“ zum ersten Mal in virtueller Form statt.

Für die Organisatorinnen war nach der coronabedingten Absage der Veranstaltung im vergangenen Herbst klar, dass ein Totalausfall nicht in Frage kommt, zumal viele andere Angebote für die Schülerinnen und Schüler zur Berufsorientierung ebenfalls nicht stattfinden konnten.

Die große Bereitschaft der Referentinnen und Referenten, sich auf dieses Experiment eines Online-Berufetags einzulassen, führte zum Umplanen, und so waren am 20.03. insgesamt 140 Schülerinnen und Schüler dabei, als 32 Referentinnen und Referenten in kurzweiligen Vorträgen über ihren Beruf und Werdegang berichteten und Fragen beantworteten.

Berufe zu Besuch am HBG ist keine klassische Berufsmesse; vielmehr geht es hier neben der Vorstellung der Tätigkeit auch um die Frage, wie der Weg dorthin ausgesehen hat. Es soll den Schülerinnen und Schülern klar werden, dass es oft auch Umwege sind, die zu einem interessanten und erfüllten Berufsleben führen.

Auch wenn die Technik hier und da mal hakte, meldeten sowohl die Teilnehmenden als auch die Referentinnen und Referenten zurück, dass es eine sehr gelungene und interessante Veranstaltung war. Viele Vortragende haben bereits angekündigt, beim nächsten „Berufe zu Besuch am HBG“ wieder dabei zu sein. Das Organisationsteam ist zuversichtlich, dass dann – im November 2022 – wieder eine Präsenzveranstaltung möglich ist.

An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an die vielen Referentinnen und Referenten, die sich für „Berufe zu Besuch am HBG“ Zeit genommen haben, und an Schulleitung und Lehrerschaft am HBG, die die Veranstaltung durch ihre tatkräftige Unterstützung auch in dieser digitalen Form ermöglicht haben. Der Eisgutschein als kleine Anerkennung für das große Engagement, der dankenswerterweise durch den Förderverein gesponsort wurde, war hier mehr als verdient. Alle Beteiligten sind sich einig, dass es sich gelohnt hat, „Berufe zu Besuch am HBG“ auf diese coronabedingte ungewöhnliche Weise durchzuführen.