Warum ausgerechnet Heinrich Böll?

Wenn man in die 5. Klasse unserer Schule kommt, ist es für die meisten nicht wichtig zu wissen, warum unsere Schule so heißt, wie sie heißt. Da sind andere Dinge interessanter: Die neuen Klassenkameraden, die neuen Lehrer und die vielen neuen Fächer. Doch nach ein paar Jahren will man es dann doch wissen: Warum heißt unsere Schule „Heinrich-Böll-Gymnasium“? Was war so besonders an ihm?


Ja, man weiß, dass er ein Schriftsteller war aber das ist wohl kein Grund eine Schule nach ihm zu benennen. Dann hätten wir ja genauso gut „Cornelia-Funke-Gymnasium“ oder „J. K. Rowling-Gymnasium“ heißen können. Warum ausgerechnet „Heinrich-Böll-Gymnasium“?


Um dies zu verstehen, ist es wichtig, etwas über Heinrich Böll zu erfahren:

Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren, vertritt also in vielen Punkten unsere rheinländische Mentalität. Er war ein Schriftsteller und Übersetzer, der sich sowohl gegen den Nationalsozialismus, als auch generell gegen Terror verschiedener Gruppierungen einsetzte.
1945 begann Böll Romane und Kurzgeschichten zu schreiben, die im Allgemeinen als „Nachkriegsliteratur“ bezeichnet werden können. Allerdings schaffte Böll erst in den frühen 50er Jahren seinen Durchbruch und wurde mit dem Roman „Gruppenbild mit Dame“ zu einer bekannten Person. Sein wohl größtes und bekanntestes Werk „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ wurde 1974 veröffentlicht – nur zwei Jahre nachdem er den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte.
Neben seinem literarischen Talent war Böll zudem noch sozial engagiert, ein Charakterzug, der wohl jedem gut stehen würde. Er war sowohl deutscher, also auch internationaler Präsident des PEN-Clubs, einer Organisation von Autoren, die sich für Frieden und Völkerverständigung durch die Einbindung vieler Nationen einsetzten. So unterstützte er beispielweise die gegen die NATO-Nachrüstung gerichtete Friedensbewegung und nahm an der 1983 an einer Blockade des Raketenstützpunktes auf der Mutlanger Heide teil.

Alles in allem ist Heinrich Böll also eine ziemlich eindrucksvolle Person gewesen, an der man sich durchaus ein Beispiel nehmen kann, was seine Zielstrebigkeit, seinen Erfolg und vor allem sein soziales Engagement anbetrifft.

Wir, als Heinrich-Böll-Gymnasium, versuchen seine Leitideen in unserer Schule aufzugreifen und umzusetzen.

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